31/10/2017

12/11/2017

Freitagskonzert 2

10/11/2017
20:00

Opernhaus Bonn


10/11/2017
Traumes Erwachen


Traumes Erwachen
Freitag 10 / 11 / 2017 20:00

Opernhaus Bonn

Alfred Schnittke

( K )ein Sommernachtstraum
für Orchester

+

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35

+

Dmitrij Schostakowitsch

Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 54

Midori GotoVioline

Beethoven Orchester Bonn

Dirk KaftanDirigent

19:15 

Konzerteinführung
Dirk Kaftan

€ 34 / 30 / 26 / 21 / 17

Midori Goto auch im Gespräch
Im Spiegel 1

Bei diesem Konzert erhalten Schulklassen und Musikkurse der Mittel- und Oberstufe Eintrittskarten für € 5 / Schüler

( begrenztes Angebot )


Elegant und ursprünglich, vor Kraft berstend und voll jubelnder Virtuosität: So erleben wir heute Pjotr Iljitsch Tschaikowskis einziges Violinkonzert, das er im Jahr 1878 für den großen Geiger Leopold Auer schrieb. Das war nicht immer so: Auer lehnte das ihm gewidmete Werk ab und der legendäre Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick prägte das Wort von »Musik, die man stinken hört«.

Wie Musik wahrgenommen wird, wie sie ihre Gegenwart repräsentiert oder sogar ihre Zeit prägt, darum geht es im Freitagskonzert 2, das neben dem Violinkonzert zwei außergewöhnliche Musikstücke präsentiert: Alfred Schnittkes (K)ein Sommernachtstraumspielt, in ein Rokoko-Galakostüm gekleidet, mit unseren Hörerwartungen. Ein Menuett der Mozart-Zeit gerät aus dem Ruder: eine ganze Horde von Shakespeare’schen Waldgeistern scheint im Orchester ihr Unwesen zu treiben, bevor am Ende so getan wird, als sei nichts geschehen. Dmitrij Schostakowitsch sagte über seine sechste Sinfonie, er habe »Frühling, Freude und Jugend« mit ihr zum Ausdruck bringen wollen. Ob man ihm das glaubt, bleibt jedem Hörer selbst überlassen. Wir wissen, dass Schostakowitsch damals immer mit einem Bein im Gefängnis stand, dass er bei jedem neuen Werk sozusagen mit »doppeltem Boden« arbeitete: Was also bedeutet die atemlose Fröhlichkeit des letzten Satzes? Wie spiegelt das Stück die Realität seiner Zeit, das Fühlen Schostakowitschs wider? Was sagt es uns über unsere Fähigkeit, Musik und uns selbst wahrzunehmen?

Midori Goto  ist eine der großen Geigerinnen unserer Zeit. Seit sie als Elfjährige mit Zubin Metha debütierte, ist sie mit allen wichtigen Orchestern und Dirigenten aufgetreten. Sie ist eine Musikerin, die schon früh »über den Tellerrand« blickte: Kaum zwanzigjährig gründete sie die gemeinnützige Organisation »Midori and friends«, die Musikpädagogik auf höchstem Niveau in New Yorker Schulen bringt und die älteste von Midoris insgesamt vier Organisation ist. Seit 2007 ist sie UN-Botschafterin des Friedens, an der Seite großer Kollegen wie Stevie Wonder, Paulo Coelho und George Clooney.